October 19th, 2007 von Helena
In Zeiten von Konsumüberfluss mit schreienden Werbebotschaften, 24-Stunden-Internet-Shopping und Produkten, zu denen es ein “Update” gibt, wenn das Produkt noch gar nicht beim Händler ist, da vermisst man sie manchmal, die “gute alte Zeit”, als Tante Emma noch das Mehl mit der Hand in braune Papiertüten abwog und der Schal von der Omi gestrickt wurde und nicht für 3,95 EUR bei H&M in rauhen Mengen auslag.
Tante Emma ist glaube ich ausgestorben (mal angesehen von den Tante-Emma-Nachfahren, die dir dein Müsli von Hand abwiegen), aber eine Alternative zu H&M gibt es:
DaWanda – Products with love
Ich hab da gleich mal meine Seidentücher reingestellt; vielleicht freut sich jemand, dass die alle handgemalt sind und absolute Unikate.
DaWanda ist die deutsch/französisch/englische(UK) Variante von Etsy.
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October 17th, 2007 von Helena

Foto aus dem Newsletter
Hear the World Magazin #4
In seinem immer wieder interessanten Newsletter zu neuen Designtexten schreibt Markus Frenzl von 4gzl diesmal auch über einen Artikel in der aktuellen Ausgabe des “Hear the World”-Magazins. Darin erfährt der Leser in der Rubrik “Der Klang der Dinge”, wieso sich die Stockholmer Designerin Pia Wallen für einen Staubsauger-Entwurf von einem Klang inspirieren ließ oder - wenn man der marketingtraechtigen Geschichte nicht ganz glauben mag - zumindest die Kunst perfektioniert hat, Alltagsgegenstände über eine Geschichte mit Emotionen aufzuladen:
… Eigentlich - so wissen wir längst aus Berichten über Sound Design - müssen Staubsauger einen gewissen Lärm verbreiten. Nur dann geben sie uns angeblich das Gefühl, wirklich sauber zu machen und den Staub aus unserem Teppich zu holen, ebenso wie ein PS-starker Sportwagen selbst dann mit seinem Motor brummen muss, wenn er technisch längst ganz leise sein könnte. Der “Ultrasilencer” jedoch, eines der erfolgreichsten Produkte des schwedischen Herstellers Electrolux, ist mit nur 71 Dezibel besonders leise. So leise, dass die Designerin an den schönsten ihr bekannten Klang denken musste: den Klang fallenden Schnees, den Wallen als gleichermaßen weichen wie auch schweren Klang der Stille beschreibt. So wie fallender Schnee klingt, sollte dieser Staubsauger aussehen, der nun so reinweiss, so clean und cool daherkommt wie ein iPod …
Hat schon was synästhetisches an sich, finde ich!
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February 28th, 2007 von Claudio
Alt, aber immer wieder für ein Späßchen gut:

Was denn? Ich wollte halt auch mal. :-)
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January 28th, 2007 von Claudio

Dieses Foto zeigt nur eine von
vielen Anwendungen der modernen
Audiokompression.
Kennt ihr das auch?
Da müht man sich jahrelang mit dem Studium irgendwelcher Ingenieurswissenschaften ab – und trotzdem sitzt man dann beim Weihnachtsessen und muss verlegen irgendetwas Unverständliches murmeln, wenn man gefragt wird, woran es liegen könnte, »dass unser XP neuerdings so lahm ist«.
Da lobe ich mir doch den Journalisten. Von der Pike auf wird der nämlich geschult, den Blick fürs Grobe große Ganze zielsicher zu erhaschen. Und ganz nebenbei kann der Ingenieur so manches Naheliegende von ihm lernen. So wie etwa heute am Boulevard zum Thema MP3:
»Besteht eine Komposition zum Beispiel aus zwei Geigen, so genügt es mitzuteilen, dass das Streichinstrument noch einmal vorkommt und welche Melodie es spielt. Der Klang der zweiten Geige kann nachträglich aus der ersten Geige plus Melodie der zweiten Geige zusammengemischt werden.«
Susanne Donner im Netzwelt-Spiegel
Wie gut, dass Frau Donner damals in der Journalistenschule gut aufgepasst hat, als es hieß, dass man Fachwissen stets zielgruppengerecht umformulieren und vereinfachen müsse.
Und während die Dame heute sicherlich ihren verdienten Journalistensonntag genießt (z. B. bei einem Latte Macchiato im AOL-Hotspot-Café), sitzt unsereins grübelnd zuhause und wartet gespannt darauf, dass jemand auf die Idee kommt, die beschriebene bahnbrechende Technologie endlich mal zu nutzen.
Wie wäre es zum Beispiel mit Osama bin Laden, der mit Benedikt XVI. im Chor den Ostersegen spricht? Oder wir lassen z. B. Roy Black wieder auferstehen. Vielleicht bekommt man es ja hin, ihn beliebige Texte vorsingen zu lassen, etwa für die SPIEGEL-Mannschaft einen Wikipedia-Artikel zum Thema Audiokompression.
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January 28th, 2007 von Claudio
Doppelte Geigen
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January 19th, 2007 von Claudio

Klamotten mit exotischen Schriftzeichen? Auf den Trichter sind jetzt auch die Japaner gekommen.
Sieht aus wie ein Scherz, ist aber bittere Wahrheit: Das japanische Label Graniph bietet in seinem Online-Shop angesagte Shirts mit teutonischem Aufdruck feil.
Hier ein weiterer Vorgeschmack:
Gefunden bei riesenmaschine.de
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December 23rd, 2006 von Claudio
»Das von Ihnen gelieferte Foto wird mittels modernster Berechnungen in Tausende Punkte zerlegt.«
Werbeplakat von Mister Minit im Luisencenter, Darmstadt
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December 23rd, 2006 von Helena
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December 22nd, 2006 von Helena
Da will man am 22. Dezember noch schnell ein paar Backzutaten kaufen – Hefe, Nüsse, Rosinen und Eier haben gefehlt – und dann das: Ich stehe vor dem Eierregal und aus dem Augenwinkel registrierte ich irgendwas buntes neben mir, was da nicht ins Regal zu passen scheint. Ich stutze, schaue richtig hin – Ostereier!
Da standen tatsächlich bunt gefärbte hartgekochte Eier im Regal. Am Regal ein kleines Schild: “Picknick-Eier”. Aha. Bunte Eier ohne Ostern sind Picknick-Eier. Wobei ich mich immer noch frage, wie viele Leute im Dezember ein Picknick im Grünen machen …
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December 7th, 2006 von Claudio

40 MHz, 4 MB RAM (1995)
… wenn er schon tot wäre.
Vor etwa 10 Jahren hatte ich eine Leidenschaft, von der die meisten meiner Freunde und Bekannte nichts wissen. Mein liebstes Hobby, das sogar beinahe zu meinem Beruf geworden wäre, war Komposition und Sequencing von Musik.
1999 war es damit vorbei: Ich verabschiedete mich aus der Windows-9x-Welt – und verlor gleichsam über Nacht meine liebste Freizeitbeschäftigung. Mein über die Jahre angeschafftes MIDI-Setup war unter Win2k schlicht nicht zum Laufen zu bringen.

333 MHz, 128 MB RAM (1999)
Sieben Jahre sind inzwischen vergangen, und dank Simons Hartnäckigkeit habe ich mich endlich wieder aufgerafft. Heute sollte es soweit sein: nach sieben Jahren des Verzichts den ersten Gehversuch am Sequencer.
Zum ersten Mal seit sieben Jahren klicke ich wieder auf den Aufnahme-Button, um eine MIDI-Spur aufzunehmen. Nach dem Count-In von GarageBand beginne ich zu spielen.

Los geht’s … soweit noch alles OK.

933 MHz, 1152 MB RAM (2006)
Was dann ein paar Sekunden später mitten in der Aufnahme passiert ist – ich mache es spannend – verbirgt sich hinter diesem Link. :(
Das lasse ich jetzt einfach mal so im Raum stehen und beschließe diesen Beitrag mit einem einschlägigen Zitat von Herrn Moore. Für mich ist der heutige Tag gelaufen.
The complexity […] has increased at a rate of roughly a factor of two per year [… This] rate can be expected to continue, if not to increase.
Gordon Moore am 19. April 1965 über die Wachstumsrate digitaler Schaltungen. Quelle: intel.com
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December 6th, 2006 von Claudio
Wahnsinn – auch der Online-Schmierboulevard produziert hin und wieder was Tolles.
Mit seinem köstlichen Artikel über CSU-Generalsekretär Dr. Söder beweist Sebastian Fischer, dass eben doch nicht alle SPON-Schornalisten therapiebedürftig sind.
Ich finde, Söder hat etwas von einem Achtjährigen: die Intention ist meist durchschaubar, er selbst merkt es aber nicht. :)
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December 1st, 2006 von Claudio
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November 26th, 2006 von Helena
Wenn ich heute einmal niese, fällt in China ein Sack Reis um. So oder so ähnlich war das doch mit dem Ursache-Wirkung-Prinzip.
Dieses Prinzip kennt man in all seinen Details bei der Bahn besonders gut. Nein – ich will nicht jammern über Verspätungen, Zugausfälle und Platzreservierungen, die im Zug dann nicht vorhanden sind. Ich möchte auf einen Artikel der ZEIT hinweisen, der sehr schön zeigt, dass eben (auch) bei der Bahn alles voneinander abhängt:
“Nun sind die wichtigsten Faktoren beisammen. Das komplexe Netz. Das Wetter. Diebe. Lebensmüde. Kinder. Und das Pferd in Winsen an der Luhe. Aus alldem folgt: Verspätung, unausweichlich.” (Die ZEIT online, 23.11.2006)
Natürlich nerven Verspätungen. Aber von dem Gejammere “Warum lassen die denn meinen Anschlusszug nicht warten?” habe ich wirklich genug. Ich bin zwar selbst oft geneigt, da nur an mich und meine Vorhaben zu denken, doch manchmal fällt mir dann auch der Sack Reis in China ein. Oder auch einfach nur die armen 600 Kunden in dem Zug, der da auf mich warten soll.
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November 26th, 2006 von Claudio
… das muss man erst mal schaffen!
Dabei hatte die Dame schon Wurzeln geschlagen.
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November 20th, 2006 von Claudio
Ja, so ist es, dieses Open Source.
Meistens irgendwo zwischen auweia und völlig unverzichtbar angesiedelt – aber eins haben sie alle gemeinsam: irgendwas ist immer »broken by design«. Die beste Versionsverwaltung von allen ist dabei keine Ausnahme.
Seit über einem Jahr lasse ich an meinen Quellcode nur noch Wasser und Subversion. Aber eines kann sie noch immer nicht leiden: wehe, ich benenne auf eigene Faust ein Unterverzeichnis innerhalb meiner Working Copy um.
Dieses fühlt sie sich dann unterm Arsch weggezogen und reagiert auch entsprechend beleidigt – erst nach so ein, zwei Wochen ist es dann wieder gut.
Langer Rede, kurzer Sinn: wenn die Metadaten nicht mehr zum Ordnernamen passen, soll man laut Handbuch einfach neu auschecken. Weil das aber wegen lokaler Änderungen nicht immer sinnvoll ist, kann man auch folgendes tun: einfach in den umbenannten Ordner wechseln, dort per
svn status -u
sicher gehen, dass unter diesem Namen wirklich noch nichts im Repository liegt. Dann rufe man vorsichtig das hier auf:
find . -name .svn -type d -print0 | xargs -0 rm -rf
Der Ordner ist dann clean und wird vom Server wie ein nagelneuer behandelt.
Gefunden im Archiv der Mailingliste.
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